2013: DIE IDEE

Shakemaschine Prototypenbau

Mein Name ist Christoph Warnecke und ich bin der Entwickler, Gründer und Geschäftsführer von den Produkten bzw. dem Unternehmen. Im folgenden Stelle ich dar, wie aus der Idee und dem Bau eines Protototypen in der heimischen Garage, das Unternehmen entstand.
Auf die Idee, eine Proteinshake-Maschine herzustellen, bin ich bei meinen regelmäßigen Besuchen im Fitness-Studio gekommen. Ständig habe ich beobachtet, dass jeder Proteinshake der in den Studios verkauft wird, aufwendig mit dem Schüttelbecher oder Standmixer per Hand gemixt wird. In den Fitnessstudios sind damit ständig mehrere Personen beschäftigt, weil die Gerätschaften jedes Mal gereinigt werden müssen. Also fragte ich mich, warum es dafür keine Maschine gibt. Ich konnte es kaum glauben, dass es zum Mixen von Proteinshakes keine Maschine auf dem Markt gibt. Das Thema ließ mich nicht mehr los, ich brauchte eine Lösung für das erkannte Problem und so kam ich auf die Idee, eine Proteinshake-Maschine zu entwickeln. Nach eingehender Recherche begann ich im Jahre 2013 ein vollautomatisches Mischsystem zu entwickeln. Dadurch, dass ich bereits eine technische Ausbildung und Metallbaumeister war, hatte ich glücklicherweise nicht nur die Ideen, sondern auch die praktische Fertigkeiten drauf. Als ich 2013 mit dem Projekt startete, steckte ich noch mitten im Maschinenbau-Studium. Die heimische Garage und Werkstatt diente mir als Werkstatt bei der Herstellung des ersten Modells.
Nach meinem erfolgreichen Studienabschluss im Jahr 2014 nahm ich eine Festanstellung als Maschinenbauingenieur auf einer Raffinerie an. Parallel dazu arbeitete ich in meiner Freizeit weiterhin an der Proteinshake-Maschine.

2015: Gründung

CWA GmbH

Parallel bewarb ich mich auf drei Fördergelder, welche sich an absolute Erfindungen richteten und bei denen man das Geld tatsächlich geschenkt bekommt (ohne Abgabe von Firmenanteile). Überraschenderweise erhielt ich die Zusage für alle drei Fördergelder und sorgte dadurch in der Gründerszene für einen Präzedenzfall. Dies spielte mir in die Karten, denn ich musste nach einiger Zeit erkennen, dass die Entwicklung des Produkts und der Aufbau eines eigenen Unternehmens nebenbei nicht möglich waren, was dazu führte, dass ich 2015 mit der Gründung der CWA GmbH den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

2015/2016: Entwicklung

Marktreife Shakemaschine

Nachdem die Anforderungen und Wünsche von Kunden geklärt waren, konnte direkt mit der Überführung des Prototyps ins marktreife Produkt begonnen werden. Hierbei wurden diverse experimentelle Versuche durchgeführt. Erhöhung vom Wirkungsgrad, Einholung von Lebensmittelzertifikaten, Konstruktion von Bauteilen, Schnellfertigung durch 3D-Druck und der generelle Aufbau vom Unternehmen standen von da an auf der Tagesordnung. Es wurden noch Mitarbeiter in der Konstruktion, Informatik und Marketing eingestellt, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Trotz Verstärkung arbeitete ich 80 Stunden pro Woche, da das ganz Thema zu meiner Leidenschaft wurde.
Aus der Handzeichnung, erstellte ich dann fertigungsgerechte Daten im CAD-Programm. Die Zeichnungen sendete ich dann an deutsche Zulieferanten (Blechbauer, Zerspaner und Spritzgußfertiger) und diese fertigten die jeweiligen Bauteile. Die Teile montierten wir eigenständig zum marktreifen Produkt. Und genauso handhaben wir es weiterhin. Wir entwickeln und konstruieren die Maschinen, hierzu gehört auch die Erstellung der Software durch eigene Informatiker, sowie die Erstellung von Grafiken (z.B. fürs Display) durch eigene Grafikdesigner. Wir senden die Zeichnungen und zugehörige Dokumente an Lieferanten, welche die Teile dann fertigen.

2016/2017: Produktionsstart

Kleinserie

Ende 2016 und damit drei Jahre nach meinen ersten Entwürfen habe ich den JETMIX® auf den Markt gebracht. Hierbei begannen wir mit der Fertigung von Kleinserien. Die Anfangsphase lief etwas holprig. Es mussten einige Teile verbessert und beim Kunden ausgetauscht werden, um einen störungsfreien Lauf der Maschine zu gewährleisten. Nach der Beseitigung der Probleme, nahmen der Vertrieb und somit auch die Produktion an Fahrt auf. Die Produktionskapazitäten reichten nicht mehr aus.

2018: Produktionsstätte

Familienunternehmen

2018 wechselten wir daher den Standort und sorgten dadurch für ordentliche Produktionskapazitäten. Unsere Produktionsstätte liegt in Schmarsau, Kreis Lüchow-Dannenberg. Eine ehemalige Gaststätte, die heute viel Platz für Innovation und Technik bietet. Mehrere Generationen der Familie Warnecke betrieben diese Gaststätte bis Großvater und Vater sie schließlich Christoph Warnecke übergaben, der sie umbaute und den großen Saal zur Produktionsstätte für den JETMIX® umwidmete. Dort wo von 1850 bis 2007 Hochzeiten und Fasching gefeiert wurden, stellen wir mit unseren Mitarbeitern, ausgebildete Mechaniker, Schlosser und Industriemeister jetzt die Maschinen her. Es bleibt weiterhin ein Familienbetrieb, bei dem alle mitarbeiten, früher wie heute.

2019: Entwicklung

Marktreife Schankanlage

2019 entwickelten wir das nächste Produkt, eine Postmix-Getränkeschankanlage, welche Sirupkonzentrat mit Wasser vermengt. Die Nachfrage haben wir des Öfteren festgestellt, da keiner das Thema mit der Reinigung lösen konnte. Täglich muss man mit Bürste und wöchentlich müssen Sirupschläuche aufwendig gereinigt werden. Dieser händische Aufwand ist den Fitnessstudios zu hoch und auch der händische Umgang mit aggressiven Reinigungsflüssigkeiten sei nicht gewünscht.
Durch Einbringung von technischen Komponenten aus der Shakemaschine konnten wir das Thema der Reinigung lösen. Alles läuft automatisch per Knopfdruck und dies erfolgt ausschließlich im 4-Wochentakt. Durch Integration eines Kartenlesegerätes unterhalb des Displays, Gestaltung einer kundenfreundlichem Touchdisplay-Bedienmenü und einem hochwertigem Design ist diese Maschine, der „JETMIX® MINERAL“, eine absolute Industriemaschine. Auch hier ging es von der Handskizze, Durchführung von experimentellen Versuchen zum marktreifen Produkt.

2020: Entwicklung

Maskenautomat

2020 kam ein externes Unternehmen „Flavura“ auf uns zu. Flavura kam mit der Anfrage, ob wir einen Maskenautomaten entwickelten und fertigen könnten.  Daraufhin entwickelten und fertigten wir eine Nullserie binnen kurzer Zeit, da die Dauer der Maskentragepflicht fraglich war und somit die Maschinen schnell fertig werden mussten.

2020: Entwicklung

Snackautomat Touch

Ende 2019 kam dann ebenfalls noch die Entwicklung eines Snackautomaten hinzu. Es ist aufgefallen, dass es keine Snackautomaten gibt, welche mittels Touchdisplay bedient werden. Produkte werden aktuell nicht richtig präsentiert, was für einen schlechten Absatz sorgt.

2020: Gesamtsystem

aus einer Hand

2020 haben wir festgestellt, dass wir die herkömmliche vom Personalbediente Theke, komplett automatisieren können. Da jedoch auch Kaffee in Fitnessstudios angeboten wird, haben wir nun auch Partner deren Kaffeemaschinen, wir anbieten. Zudem arbeiten wir mit Tischlereien zusammen, welche individuelle Tresen fertigen und somit alle Komponenten perfekt angeordnet sind. Der große Vorteil ist nun, dass alle Komponenten aus einer Hand kommen und dass es für die Planung, Installation, Service und Wartung nur noch einen Ansprechpartner/Firma gibt.

Fazit und Zukunft

Die Konstruktion & Entwicklung von Maschinen durch unsere Ingenieure, die Produktion und auch der Service ist und bleibt unsere Kernkompetenz. So können wir höchste Qualität im technischen Bereich liefern. Heute blicke ich voller Stolz und Zuversicht in die Zukunft und bin mir sicher, dass ich gemeinsam mit meinem Team die gesteckten Ziele erreichen werde.
Christoph Warnecke, Geschäftsführer